Dagur 1: Koma (14.08.2018)

Nach dem Aufstehen frühstücke ich einen Kaffee und Quark mit etwas Aprikosenmarmelade (omg, ich hab die Marmelade in Deutschland vergessen).


Unter stressigem zusammenpacken und er nervigen Frage an mich selbst: "Hab ich auch wirklich nichts vergessen?!" muss ich feststellen: Ich habe etwas vergessen.

Da es sich dabei um rein bürokratische Dinge handelt, kann ich diese Aufgabe dankbarerweise übertragen ^^


Am Flughafen angelangt erst mal am eigentlichen Abschnitt A vorbeifahren, bei D aussteigen und mit Gepäck (hat 23,2 kg, die erlaubten 23 kg sind also gerade eingehalten) Richtung A zurücklaufen.

In der Schlange zur Gepäckaufgabe stehend nochmal alles durchgehen; habe genug Zeit, da die Schlange sich bis über die Absperrungen der Gepäckaufgabe weiterer Airlines erstreckt. Danach zur Kontrolle des Handgepäcks etc.


Habe noch 5 € bar dabei, was für 2x 0,5 l Wasser und 100 g Edelbitterschokolade (70 %) reicht. Hätte zwar lieber Erdnüsse o.ä., bei 7,50 € die 150 g Packung (Ich vergaß, wir sind quasi in München) dann aber doch die Schokolade.


Nach dem Boarding: Endlich auf meinem Platz, links neben mir zwei von über 20 Kanadierinnen die gerade aus Prag kommen, wo sie ein Eishockey in einem Turnier gespielt haben und gerade auf dem Weg nach Hause sind. Kann also schonmal das Mundwerk in der in Island für mich wohl wichtigste Sprache Englisch üben.


Der Flug ist angenehm und die Unterhaltung überwältigend: Über 200 Serien, mehr als 400 Lieder, dazu 50 Filme (auch aktuelle wie Shape of Water, Black Panther, etc.), sowie einige Hörbücher, Tipps zur Freizeitgestaltung in den verschiedenen Ecken Islands und vieles mehr.

Tablets mit USB-ports und normalen Klinkensteckern an jedem Sitz

Nach der Landung: Ich kann das Meer in der Luft förmlich schmecken, während ich mich zum flybus begebe, der mich dann für 3950 ISK vom internationalen Flughafen Keflavik zur Busstation in Reykjavik bringt, wo man dann je nach Ticketfarbe (ziemlich einfaches System) in seinen nächsten Bus umsteigt. In meinem Fall ist das Ziel der Inlandsflughafen von Reykjavik.

Im Anflug auf Keflavik

Dort buche ich dann für etwa 19000 ISK einen Inlandsflug nach Akureyri. Der erste Tag hat mich bereits umgerechnet 200 € gekostet (alleine die 45 minütige Busfahrt hat etwa 34 € gekostet, Island ist wirklich teuer). Aber der kleine Trip mit der Propellermaschine von Reykjavik nach Akureyri ist auf jeden Fall mal was anderes und da das Teil meiner Anreise ist, ist das in Ordnung.

Blick auf den Flügel mit Propeller auf dem Weg nach Akureyri

Um etwa 20:55 Ortszeit endlich in Akureyri gelandet. Zu meinem erstaunen holt mich Árni, mein Vermieter, der selbst Professor für Psychologie an der UNAK ist, direkt am Flughafen mit dem Auto ab, da es zuvor stark geregnet hat.


Die zwei Kilometer wäre ich sonst auch zu Fuß gelaufen, immerhin saß ich den Großteil des Tages bereits, aber mit dem Gepäck bin ich dann doch froh abgeholt zu werden, zumal es ja ebensogut weiterregnen könnte.


Mein Kellerzimmer schaut nach dem Beziehen ganz wohnlich aus, und für ein Kellerzimmer hat es erstaunlich viel Tageslicht. Ein Bad mit kleiner Dusche, ein großes Bett, ein kleiner Schreibtisch, offener Kleiderschrank, Schränkchen für Wäsche o.ä., sowie Mitbenutzen der Waschmaschine und ein Fahrrad zur meiner freien Verfügung sind dabei. Árni sagt, er besorge mir noch einen Kühlschrank. Muss mich daran erinnern ihn morgen nach einem Wasserkocher zu fragen.

Blick auf den Eingang

Platz genug um sich auszubreiten

Genügend Licht und vor allem Steckdosen am Schreibtisch

Gegen 23 Uhr Ortszeit, was zuhause 1 Uhr Nachts entspricht leg ich mich hin. Morgen ist noch genug Zeit mich zu bewegen und die Stadt ein wenig zu erkunden.


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